Datenschutz im digitalen Alltag
Kassenbon teilen, ohne deine Kartennummer preiszugeben
Die Rechnung vom Abendessen aufteilen, eine Spesenabrechnung einreichen, eine Erstattung belegen: Einen Kassenbon zu teilen gehört zu den alltäglichsten Dingen überhaupt. Und es ist einer der einfachsten Wege, mehr preiszugeben als gewollt. Ein Foto vom Kassenbon zeigt oft deine Kartennummer, deinen Namen und wo du warst, alles auf einmal.
Was ein Kassenbon tatsächlich verrät
- Die letzten vier (oder mehr) Ziffern deiner Karte, bei älteren Druckern manchmal sogar die vollständige Nummer.
- Deinen Namen, der bei Zahlungen mit Chip und PIN mitgedruckt wird.
- Händler, Datum und Uhrzeit: zusammen eine kleine Karte davon, wo du wann warst.
- Kundenkarten- und Kontonummern, die den Kauf mit dir verknüpfen.
Wer den Bon bekommt, braucht nur den Betrag und vielleicht die Artikel. Alles andere behältst du für dich.
Die schnelle Lösung für den Alltag
- Fotografiere den Bon oder mach wie gewohnt einen Screenshot.
- Öffne ihn in Redacted.
- Leg einen schwarzen Balken über die Kartenziffern, deinen Namen und jede Kundenkarten- oder Kontonummer.
- Lass den Gesamtbetrag und die einzelnen Positionen sichtbar.
- Lade die bereinigte Kopie herunter und schick sie ab.
Die größere Gewohnheit
Kassenbons erinnern daran, dass es beim Datenschutz nicht nur um Reisepässe und Ausweise geht. Er steckt in den kleinen, schnell vergessenen Bildern, die wir jede Woche teilen. Der Reflex, eine Kartennummer abzudecken, ist derselbe, der eine Bordkarte, ein Rezeptetikett aus der Apotheke oder ein Paket mit deiner Adresse schützt.
Für nichts davon brauchst du ein Konto oder einen Upload. Der Bon bleibt auf deinem Gerät. Nur die geschwärzte Version geht raus.